Was kann ich tun, damit der Router nicht ständig online ist?

Verschiedene auf Windows-PCs aktivierte Dienste, Dienstprogramme und Treiber (!) können bei konfiguriertem "automatischen Verbindungsaufbau" eine Internetverbindung durch den Router der TK-Anlage herstellen lassen, ohne dass dieses durch den PC Nutzer beabsichtigt ist. Dieses Verhalten ist durch die Telefonanlage nicht beeinflussbar. 

Versuchen Sie die Software zu identifizieren, die das IP-Paket erzeugt, das zu dem Verbindungsaufbau führt. Hierzu können wertvolle Hinweise mit Hilfe von Internet Suchmaschinen und in Computer Fachzeitschriften gefunden werden. 

Als sehr hilfreich hat es sich erwiesen, Automatikfunktionen von Programmen zu deaktivieren, die z. B. zyklisch die Verfügbarkeit von Updates prüfen (z. B. Virenscanner) oder regelmäßig Zugriff auf Datenbanken zu nehmen versuchen (Abspielsoftware für Musikdateien à Interpretendatenbanken). Überprüfen Sie auch die Konfiguration Ihres E-Mail-Clients und stellen Sie die Zeitspanne zur automatischen Abfrage auf das Vorliegen neuer E-Mails auf einen sinnvollen Wert ein.

Für fortgeschrittene PC Nutzer empfiehlt sich der Einsatz einer "Personal Firewall", die auf dem PC die Aktivitäten auf Netzwerkkarten überwacht. Viele dieser Firewalls, die zum Teil in hervorragender Qualität als Free- oder Shareware zur Verfügung stehen, können so betrieben werden, dass sie melden, welche Applikation versucht, ein Ziel im Internet zu erreichen, so dass meist durch eine entsprechende Konfiguration der Applikation das gewünschte Verhalten erzielt werden kann. Die Verwendung eines Ethernet-Protokollanalysators wie z. B. Etherreal (kostenlos) ist möglicherweise noch aufschlussreicher, allerdings ist zur Interpretation der Protokolltraces einige Erfahrung im Bereich der IP - Protokollfamilie erforderlich.

Wenn die Applikation identifiziert ist, deren Datenverkehr zum Verbindungsaufbau führt und / oder mit Hilfe von entsprechenden Angaben der Personal Firewall bzw. durch Analyse des Traces das Protokoll und Ziel des Datenverkehrs feststehen, kann unter der Voraussetzung, dass dem Datenverkehr keine DNS-Namensauflösung vorausgeht, durch Sperren des Ziels des unerwünschten Datenverkehrs in der Firewall ein Verbindungsaufbau verhindert werden. Dieses Vorgehen setzt voraus, dass das Ziel des Datenverkehrs fest bleibt, sich also nicht verändert (es muss also immer versucht werden, die gleiche IP-Adresse zu erreichen).

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