Sicherheit im Netz

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Sicherheit im Netz
WLAN-Sicherheit
Kabel war gestern: In immer mehr Büros, Wohnungen und sogar öffentlichen Gebäuden geht man mittlerweile per WLAN ins Netz. Doch die neue Technik birgt auch Risiken. In unserem Workshop erfahren Sie, welche Schutzmaßnahmen Sie treffen sollten.

Nützlich, unterhaltsam oder sogar lebenswichtig: Für viele Menschen geht es nicht mehr ohne Internet. Und wer einmal die Vorzüge des World Wide Web entdeckt hat, der möchte sie nicht mehr missen – auch nicht, wenn er unterwegs ist. Gut also, dass dank WLAN das Internet mittlerweile auch in vielen Bahnhöfen, Cafés oder sogar ganzen Städten verfügbar ist. An immer mehr dieser sogenannten Hotspots kann man mit einem tragbaren Computer oder mit bestimmten Handys drahtlos surfen. Und auch zu Hause vollbringt die WLAN-Technologie wahre Wunder beim Kampf gegen den allgegenwärtigen Kabelsalat. Doch ganz ohne Risiken sind all die Vorteile natürlich nicht zu haben. Denn die Übertragung per Funk öffnet Datendieben und Internet-Schnorrern Tür und Tor – wenn Sie nicht ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

1. WLAN zu Hause
Kabelkanäle, Steckerleisten, Datenkabel – diese Dinge könnten in Kürze nur noch im Museum zu finden sein. Denn seit die Funkübertragung in Sachen Geschwindigkeit mit der Glasfaser nahezu gleichgezogen hat, findet in deutschen Wohn- und Arbeitszimmern das große Kabelsterben statt. Doch darüber freuen sich nicht nur Ordnungsliebhaber. Auch manch böser Nachbar findet Gefallen am neuen kostenlosen WLAN-Anschluss. Gut, dass es einige Sicherungen gegen den Missbrauch gibt.

WLAN-Router sichern
Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme betrifft Ihren WLAN-Router. Dieser ist gleichzeitig die WLAN-Antenne und die Verbindung zwischen Ihrem Internetanschluss und Ihrem Rechner. Die meisten WLAN-Router werden mit ähnlichen Grundeinstellungen ausgeliefert. Daher sollten Sie einige Einstellungen ändern, bevor Sie Ihr WLAN-Netz in Betrieb nehmen.

Verschlüsselung einrichten
Die wichtigste Maßnahme zum Schutz Ihres WLANs ist eine Verschlüsselung. Bei den meisten WLAN-Systemen geschieht die über WPA2-PSK. Wichtig ist dabei, dass Sie ein sicheres Passwort, hier WLAN-Schlüssel oder Pre-Shared Key genannt, wählen. Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema "Sichere Passwörter".

Bei neueren Routern ist die WPA2-Verschlüsselung bereits ab Werk aktiviert. Da sich jedoch bei manchen Routern der voreingestellte WLAN-Schlüssel unter Umständen von Außenstehenden herausfinden lässt, sollten Sie ihn durch einen eigenen sicheren WLAN-Schlüssel ersetzen.

Filter gegen böse Buben
Noch schwerer haben es Datendiebe und Internet-Schnorrer, wenn Sie einen MAC-Adressen-Filter an Ihrem WLAN-Router einrichten. Die MAC-Adresse ist eine Nummer, mit der sich jede Netzwerkkarte und damit jeder internetfähige Computer identifizieren lässt. Wenn Sie nur die von Ihnen benötigten MAC-Adressen zulassen, haben fremde Computer keine Chance.

Experten empfehlen zudem, sämtliche Einstellungen an einem WLAN-Router über ein Kabel – und nicht drahtlos – durchzuführen.

Empfangsleistung anpassen
Eine weitere Maßnahme zum Schutz Ihres Funknetzwerkes ist es, die Sendeleistung Ihres Routers zu optimieren. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Sendebereich möglichst wenige Bereiche außerhalb Ihrer Wohnung abdeckt. Zuletzt sollten Sie das WLAN abschalten, wenn Sie es nicht benötigen. Auf diese Art und Weise schützen Sie sich nicht nur vor Datendieben, sondern sparen auch Strom und verringern die Strahlenbelastung. Wegen der sollten WLAN-Router übrigens nach Möglichkeit nicht im Schlafzimmer aufgestellt werden.

2. WLAN am Hotspot
Latte macchiato und Laptop – mehr Gesellschaft brauchen viele Gäste moderner Cafés heutzutage gar nicht. Warum auch? Schließlich können Sie über das Internet Kontakt mit Menschen auf der ganzen Welt aufnehmen. Denn eine Erfindung namens WLAN macht Bahnhöfe, Cafés und Kneipen zu sogenannten Hotspots. Damit Sie dort auch sicher und gefahrlos surfen können, sollten Sie einige Dinge beachten.

Sicherheitsniveau ermitteln
Zunächst einmal sollten Sie sich über das Sicherheitsniveau des WLAN-Netzes informieren. Falls Sie dazu keine Informationen finden, fragen Sie lieber nach. Die meisten Hotspots sind nicht verschlüsselt. In einem unverschlüsselten WLAN-Netz sollten Sie keinesfalls wichtige oder persönliche Daten übermitteln. Verzichten Sie in solchen Hotspots besser auf Online-Banking, geschäftlichen E-Mail-Verkehr und Shopping. Solche Online-Tätigkeiten sollten Sie nur in einem WLAN-Netz durchführen, das per SSL gesichert ist. In das Netzwerk Ihrer Firma sollten Sie sich nur einwählen, wenn eine Verbindung über VPN gewährleistet ist.

Notebook oder Handy sicher machen
Zusätzlich sollten Sie an Ihrem Notebook oder Handy einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, bevor Sie damit über WLAN ins Internet gehen. Um Datendieben das Leben schwer zu machen, sollten Sie nur einen Zugang mit beschränkten Rechten verwenden. Gehen Sie keinesfalls mit einem Benutzerkonto mit Administratoren-Rechten in einem ungeschützten WLAN online. Deaktivieren Sie die Freigabe von Dateien oder Verzeichnissen. Einen noch besseren Schutz Ihrer Daten erreichen Sie, wenn Sie für eine Verschlüsselung von wichtigen Daten auf Ihrem Notebook, Handy oder Smartphone sorgen.

Zudem sollten Sie die Einstellungen Ihres Browsers und Ihres E-Mail-Programms überprüfen und evtl. verschärfen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in unserem Ratgeber-Thema "PC-Sicherheit". Mehr Informationen zum Thema "Wie schütze ich meinen E-Mail-Zugang" erhalten Sie im Workshop "Sicher e-mailen".

Virenschutz nicht vergessen!
Zuletzt sollten Sie – unabhängig davon, ob Sie im WLAN unterwegs sind oder nicht – dafür sorgen, dass Ihr Handy oder Notebook ausreichend gegen Viren und Schadsoftware geschützt ist. Dafür ist eine aktuelle Virenschutzsoftware unverzichtbar. Halten Sie diese Software immer auf dem neuesten Stand. Zudem müssen Sie eine Firewall einrichten, bevor Sie sich in ein fremdes WLAN einwählen. Diese Firewall überwacht den Datenverkehr Ihres Rechners und hilft so dabei, Angriffe von Schadsoftware zu unterbinden. Mehr zum Thema Firewall finden Sie in unserem Ratgeber-Thema "PC-Sicherheit". Virenschutz und Firewall sind in moderner Sicherheitssoftware häufig integriert, so auch in der im Sicherheitspaket der Telekom enthaltenen Software Norton 360.