
Ob beruflich oder privat – ohne E-Mail geht heutzutage einfach nichts mehr. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein teures Porto, kein mühsamer Weg zum Briefkasten – und viel schneller ist die elektronische Post allemal. Aber wie immer hat die Sache auch einen Haken. Seit 2002 besteht mehr als die Hälfte des elektronischen Briefverkehrs aus SPAM. Das bedeutet: Jede zweite Mail, die verschickt wird, dient nur dazu, arglosen Internetnutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch mit ein paar kleinen Regeln und Tricks können Sie sich und Ihren PC sicherer machen.
1. Keine E-Mail-Adresse veröffentlichen
Die Versender von SPAM-Mails durchforsten täglich Millionen von Homepages und Foren nach E-Mail-Adressen. Das machen sie natürlich nicht von Hand, sondern mit speziellen Suchprogrammen. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse auf einer frei zugänglichen Homepage angeben, landen Sie so schnell auf den Adresslisten der SPAM-Versender. Daher sollten Sie genau überlegen, wo Sie Ihre Adresse veröffentlichen. Zudem sollten Sie die Schreibweise so verändern, dass Suchprogramme Ihre E-Mail-Adresse nicht mehr als solche erkennen. So wird beispielsweise aus max.mustermann@t-online.de – max.mustermann [at] t-online.de.
2. Schützen Sie Ihren PC
SPAM dient nicht nur dazu, Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Oft verbergen sich Schadprogramme in diesen Mails. Die können dann Daten löschen oder ausspionieren. Manche Programme übernehmen sogar die Kontrolle über Ihren Rechner. Also wie können Sie sich gegen solche Attacken schützen?
Virenschutzsoftware installieren
Auf jedem PC, der Verbindung mit dem Internet hat, sollte eine Virenschutzsoftware installiert sein. Mit dieser Software können Sie Ihren PC nach verdächtigen Programmen durchsuchen. Wichtig ist dabei, dass Sie dies regelmäßig tun und die Virenschutzsoftware immer auf dem neuesten Stand halten. Daher sollten sie öfters Updates durchführen (etwa ein Mal pro Woche). Die meisten Virenschutzprogramme bieten die Möglichkeit, Updates und PC-Durchsuchungen automatisch nach einer bestimmten Zeit durchzuführen.
Den maximalen Schutz für Ihr E-Mail-Postfach erreichen Sie, wenn die Virenschutzsoftware auch ihre eingehenden Mails untersucht. Dazu müssen Sie aber auf E-Mail-Programme wie Microsoft Outlook (Express) oder die E-Mail Software der Telekom zurückgreifen.
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HTML-Scripts deaktivieren
Auch wenn Sie keine Möglichkeit haben, Ihre eingehenden Mails überprüfen zu lassen, können Sie die Sicherheit Ihres Postfachs erhöhen. Dazu sollten Sie bei Ihrem E-Mail-Programm bzw. -Provider die HTML-Scripts deaktivieren. Dank dieser Scripts können E-Mails auch Grafikern oder sogar Musik enthalten. Doch leider sind sie auch ein Einfallstor für Viren und Trojaner. Besondere Vorsicht ist auch geboten, wenn es um offizielle Mails, z. B. von Banken oder Unternehmen geht. Diese Mails könnten nämlich gefälscht sein, um Ihnen Ihre PIN zu entlocken. In der Regel lassen sich seriöse Mails auch ohne HTML-Scripts problemlos lesen. Aktivieren Sie HTML-Scripts daher am besten nur, wenn Sie den Absender einer Mail genau kennen.
Keine angehängten Dateien öffnen
Selbst wenn Sie den Absender kennen und ihm vertrauen: Eine E-Mail kann auch von jemandem stammen, der beide Adressen auf dem Rechner eines unvorsichtigen Dritten gefunden hat. Achten Sie auch auf den Inhalt der Mail – macht sie überhaupt Sinn bzw. ist sie typisch für den Absender? Wenn Sie schließlich einen Dateianhang öffnen wollen, dann kopieren Sie diesen zunächst in einen leeren Ordner. Überprüfen Sie ihn dort mit Ihrer frisch aktualisierten Virenschutzsoftware. Wenn die keine Gefahr feststellt, können Sie die Datei öffnen.
3. Was tun mit SPAM?
Wenn Sie eine Mail als SPAM identifiziert haben, dann ist die größte Bedrohung schon fast vorüber. Wichtig ist hier: Öffnen Sie die Mail nicht und schon gar nicht evtl. vorhandene Anhänge. Sie sollten auch nicht auf die Mail antworten. Dadurch sieht der SPAM-Versender nämlich, dass Ihre E-Mail-Adresse "echt" ist und schickt Ihnen noch mehr unerwünschte Post. Verschieben Sie die Mail stattdessen einfach in den SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Postfachs.






