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Würmer: Auch am PC eine echte Plage
Sie sind die Nachfolger der Computer-Viren und ihren Vorgängern um einiges voraus – auch was ihre Schädlichkeit angeht: Computer-Würmer. Jüngst machte der Facebook-Wurm Schlagzeilen Schlagzeilen: Betrüger hatten damit Hunderttausende in die Falle gelockt und mehrere Millionen Euro erbeutet.Mit unserem Ratgeber können Sie umgehend geeignete Maßnahmen dagegen ergreifen.

Oft verbreiten sie sich durch falsche Weihnachtsgrüße oder scheinbar verlockende Angebote und tragen gerne lustige Namen wie beispielsweise "Sharefun" oder "I love you". Doch der Schaden, den Computer-Würmer anrichten können, ist gewaltig. So legte "W32/SQLSlammer" 2003 fast das komplette Internet für mehrere Stunden lahm. Andere Würmer können gefährliche Trojaner enthalten und machen Ihren PC so zum wehrlosen Zombie der internationalen Spam-Mafia. Die rasche Verbreitung von Handys, Smartphones, Tablet-Computern oder Netbooks bietet Hackern außerdem eine zunehmend größere Angriffsfläche, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im vergangenen Jahr mitteilte.

Doch wie funktionieren die kleinen Biester eigentlich? Wie können Sie sich dagegen schützen? Und was tun, wenn Ihr PC, Ihr Smartphone, Ihr Netbook oder Ihr Tablet-Computer mit einem Wurm infiziert ist? Diese Fragen werden wir in den folgenden Abschnitten für Sie beantworten.

1. Wie funktionieren Würmer eigentlich?
Würmer sind genau wie Viren meist in scheinbar harmlosen Dateien versteckt. Diese Dateien gelangen zum Beispiel per E-Mail oder andere Internetprogramme auf einen Rechner, z. B. indem sie sich über Messenger wie ICQ oder Skype verbreiten. Hat der Wurm sich einmal im System installiert, löscht dieser Schädling bestimmte Dateien oder versendet Spam-Nachrichten (sogenannte Trojaner-Würmer) – wieder andere lassen den PC-Besitzer nur wissen, dass sein Computer infiziert ist. Zudem können sie sensible Daten ausspähen: Ihre Passwörter für Online-Banking, Online-Shops oder soziale Netzwerke sind damit nicht mehr sicher. Doch nicht alle Computer-Würmer sind zerstörerischer Natur. Ein großer Schaden durch Computer-Würmer entsteht auch dadurch, dass sie das Internet gewissermaßen verstopfen können.

Das liegt an der besonderen Natur der Würmer. Ein Virus ist bei seiner Verbreitung immer noch auf ahnungslose PC-Nutzer angewiesen, die die infizierten Dateien weitergeben. Ein Computerwurm hingegen versucht, sich selbstständig zu verbreiten. So versenden sich manche Würmer einfach an alle Kontakte in einem Adressbuch. Andere versuchen, sich direkt über das Internet auf anderen Computern zu installieren, indem sie wahllos Rechner im eigenen Netzwerk und im Internet attackieren. Dadurch kann es zu einer Kettenreaktion kommen, die im schlimmsten Fall die gesamte Bandbreite des Internets in Anspruch nehmen kann. Der Schaden, der so entsteht, geht schnell in die Millionen.

2. Wie kann ich mich vor Computer-Würmern schützen?
Natürlich gilt auch bei Computer-Würmern: Eine aktuelle Virenschutzsoftware mit Firewall ist durch nichts zu ersetzen. Das Antiviren-Programm erkennt in der Regel vorhandene Würmer und kann sie unschädlich machen. Die Firewall verhindert, dass diese nicht auf dem direkten Weg auf Ihren PC gelangen.

Um eine Infizierung über E-Mails auszuschließen, sollten Sie bei Dateianhängen besondere Vorsicht walten lassen. Gerade bei E-Mails gilt: Öffnen Sie nur Anhänge von Absendern, denen Sie vertrauen! Zudem sollten Sie keine Anhänge mit den Endungen *.exe, *.pif, *.bat oder *.com öffnen. Prüfen Sie die Dateiendung daher sorgfältig. Die Programmierer von Computerwürmern versuchen die eigentliche Endung oft hinter langen Dateinamen oder anderen bekannten Formatendungen zu tarnen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema "Wie schütze ich meinen E-Mail-Account?".

Auch bei Downloads aus dem Internet kann ein gesundes Misstrauen nicht schaden. Vor allem hinter Gratis-Software verstecken sich oft Schädlinge. Vertrauen Sie hier am besten nur auf seriöse Anbieter. Zur Sicherheit können Sie solche Programme auch zunächst in ein Quarantäne-Verzeichnis kopieren und sie dort mit einer Virenschutzsoftware überprüfen, bevor Sie sie ausführen.

Zuletzt sollten Sie Software, die mit dem Internet in Verbindung steht, immer regelmäßig auf den neuesten Stand bringen. Am besten installieren Sie die Updates, sobald sie verfügbar sind. Das gilt besonders für Browser, E-Mail-Programme und das Betriebssystem. Die Updates schließen Sicherheitslücken, durch die sonst Computerwürmer eindringen könnten, meist sofort. Würmer, die solche Lücken ausnutzen, werden in aller Regel ohne Zutun des Nutzers aktiv.

3. Was tun bei Wurm-Befall?
Eine deutlich langsamere Arbeitsgeschwindigkeit, Antworten auf E-Mails, die Sie nie geschrieben haben oder das plötzliche Verschwinden von Dateien – all das sind Hinweise darauf, dass Ihr PC womöglich mit einem Computer-Wurm infiziert ist. Jetzt hilft Ihnen nur eine Virenschutzsoftware, wie sie beispielsweise im Sicherheitspaket der Telekom enthalten ist. Nach der Installation sollten Sie den betroffenen Rechner vom Netzwerk trennen. Führen Sie danach unbedingt eine vollständige Systemprüfung durch. Dabei wird eventuell vorhandene Schadsoftware höchstwahrscheinlich entdeckt. Folgen Sie dann den Anweisungen der Software. Im Gegensatz zu Viren sind bei Computerwürmern meist keine relevanten Dateien verseucht. Der Wurm ist eine eigenständige Software und kann somit meist bedenkenlos gelöscht werden.
Sie sollten sich anschließend im Internet über den Wurm informieren und ggf. Ihre Emailkontakte warnen und im Netzwerk angeschlossenene Rechner zusätzlich überprüfen.

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