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Computerwürmer: Eine echte Plage
Sie wundern sich, dass ohne Ihr Wissen E-Mails mit fragwürdigen Inhalten an Freunde und Geschäftskunden gesendet werden? Dies kann ein Hinweis auf einen Computerwurm sein, der sich in Ihren Computer eingeschlichen hat. Computerwürmer sind aus technischer Sicht Nachfolger von Viren, jedoch sind sie weitaus gefährlicher als Computerviren.

Ein Computerwurm (kurz Wurm) ist ein Schadprogramm, das zur Familie der sogenannten Malware gehört. Computerwürmer haben die Eigenschaft sich zu verbreiten und das häufig durch falsche Weihnachtsgrüße (von unbekannten Personen) oder scheinbar verlockende Angebote, die gerne lustige Namen wie beispielsweise "Sharefun" oder "I love you" tragen. Der Schaden, den Würmer anrichten können, ist gewaltig. So verstopfte der Wurm "MyDoom" vor einigen Jahren Millionen von E-Mail-Postfächern und spionierte Daten aus. Mit Schäden in Höhe von knapp 39 Milliarden Dollar ist dieser Wurm der schlimmste aller Zeiten. Zusätzlich bietet die rasche Verbreitung von Handys, Smartphones, Tablet-Computern oder Netbooks Hackern eine zunehmend größere Angriffsfläche, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mitteilte.

Wie funktionieren die kleinen Biester eigentlich? Wie verbreiten sie sich? Wie können Sie sich dagegen schützen? Und was tun, wenn eines Ihrer Geräte wie PC oder Ihr Smartphone infiziert ist? In unserem Ratgeber erhalten Sie Antworten auf diese Fragen und erfahren, welche Schutzmaßnahmen Sie ergreifen können. Zusätzlich sagen wir Ihnen, wie Sie diese Angreifer bei einem Befall entfernen können.

Wie funktionieren Computerwürmer eigentlich?
Computerwürmer infizieren direkt das ganze Computersystem und schlimmstenfalls auch alle anderen Computer und mobilen Geräte, die mit dem infizierten Computer verbunden sind. Demnach wird ein einzelnes System befallen, um zum Beispiel über eine E-Mail andere Systeme zu erreichen. Computerwürmer können sich entweder manuell verbreiten oder automatisch.*

  • Manuelle Verbreitung:
    Bei manueller Ausführung eines Computerwurms muss der Anwender den Computerwurm aktiv ausführen. Dies geschieht meist durch Öffnen eines E-Mail-Anhangs. Der Anwender wird durch eine E-Mail verleitet den Anhang der E-Mail zu öffnen, in dem sich der Computerwurm versteckt. Wird der Anhang geöffnet, aktiviert sich der Wurm und kann sich duplizieren und seine Schadfunktion ausführen.

  • Automatische Verbreitung:
    Bei einer automatischen Verbreitung nutzt der Wurm eine Sicherheitslücke in einem Hilfsprogramm wie beispielsweise einem E-Mail-Programm. Dieses Leck nutzt der Wurm, um das Hilfsprogramm fernzusteuern, ohne dass der Computer-Anwender aktiv werden muss oder etwas bemerkt. So nutzt der Wurm eine Netzwerkverbindung und ein Zielsystem, mit Sicherheitslücken aus, um sich selbstständig ausbreiten zu können. 

    Würmer verbreiten sich am häufigsten über:
  • Dateianhänge in E-Mails wie Kettenbriefe oder Loveletter (Anhaltspunkt: witzige / merkwürdige Namen in Betreff oder Absender-Adresse, Datei-Endung meist: ".txt.exe")
  • Links zu einer Datei auf einer Website
  • Wechseldatenträger wie CD-ROM, USB-Stick oder DVD
  • Peer-to-Peer-Netzwerke  (P2P-Würmer)
  • Handywürmer für Smartphones, Netbooks oder Tablets (Verbreitung meist über aktiviertes Bluetooth)
  • Instant-Messaging-Würmer wie über ICQ, AOL, Microsoft Messenger

So schützen Sie sich vor Computerwürmern
Die Hersteller der Hilfsprogramme schließen bekannte Sicherheitslücken meist sehr schnell. Sie schützen Ihren Computer vor Angreifern wie Computerwürmer am besten, wenn Sie darauf achteten, dass die verwendete Software und das Betriebssystem immer auf dem neusten Stand sind. Zudem sollten Sie grundsätzlich skeptisch gegenüber unbekannten oder merkwürdig erscheinenden E-Mails mit Anhang sein. Bestenfalls öffnen Sie diese einfach nicht, um Schäden zu vermeiden.

Tipp: Achten Sie darauf, ein Antivirus-Programm auf dem Computer zu installieren. Dieses überwacht unter anderem, ob sich zum Beispiel ein Computerwurm über eine E-Mail in Ihren Computer einschleichen will. Ist dies der Fall, werden Sie direkt vor der Ausführung davor gewarnt.
Sicherheitspaket Komplett der Telekom

Was tun bei Wurm-Befall?
Eine deutlich langsamere Arbeitsgeschwindigkeit, Antworten auf E-Mails, die Sie nie geschrieben haben oder das plötzliche Verschwinden von Dateien – all das sind Hinweise darauf, dass Ihr PC, Smartphone oder Tablet-PC womöglich mit einem Computer-Wurm infiziert ist. Jetzt hilft Ihnen nur eine Virenschutzsoftware, wie sie beispielsweise im Sicherheitspaket Komplett der Telekom enthalten ist. Nach der Installation sollten Sie den betroffenen Rechner vom Netzwerk trennen. Führen Sie danach unbedingt eine vollständige Systemprüfung durch. Dabei wird vermeintlich, vorhandene Schadsoftware entdeckt. Folgen Sie dann den Anweisungen der Software. Sie sollten sich anschließend im Internet über den Wurm informieren und ggf. Ihre E-Mail-Kontakte warnen und im Netzwerk angeschlossene Rechner zusätzlich überprüfen.

* Quelle: http://www.was-ist-malware.de/computerwurm

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