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Viren: Eine Bedrohung von gestern?
Computerviren gelten immer noch als die Gefahr der digitalen Welt schlechthin. Warum sie großen Schaden anrichten können und wie Sie sich effektiv schützen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Von den Anfängen des Internets bis heute – Viren sind der Klassiker unter den Computerschädlingen. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung richten Viren nicht zwangsläufig Schaden auf infizierten Rechnern an. Vielmehr besteht ihre Haupttätigkeit darin, sich selbst auf andere Computer oder sogar Smartphones sowie angeschlossene Medien zu verbreiten. Wie echte Viren benötigen sie einen Wirt, d. h. ein Programm, auf dem sie ihren Schadcode ausführen können – das unterscheidet sie von Computerwürmern.

Dazu nisten sie sich auf Laufwerken, in E-Mail-Anhängen oder sonstigen Dateien ein. Gerade deshalb können Sie eine enorme Zerstörung verursachen: Die infizierten Dateien werden oft so stark geschädigt, dass sie nicht wiederhergestellt werden können. Manche Viren vernichten so beispielsweise sämtliche Bilder oder Dokumente auf einer Festplatte. Andere legen Ihren PC lahm, indem sie am Status der Hardware, am Betriebssystem oder der Software Schaden anrichten und die Sicherheit gefährden. Wieder andere verschicken hingegen nur harmlose Grußbotschaften.

1. Wie funktionieren Viren eigentlich?
Computerviren sind kleine Programme mit mehreren Bestandteilen. Jeder Virus hat dabei einen Teil, der für seine Verbreitung zuständig ist. Dieser Teil ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Viren. Er sorgt dafür, dass sich der Programmcode des Virus in anderen Dateien einnistet. Manche Viren überschreiben dabei einen Teil des ursprünglichen Dateicodes und beschädigen so die befallene Datei. Diese Varianten sind jedoch eher selten, da der Virus durch die beschädigte Datei schnell entdeckt wird. Die meisten Viren fügen ihren Schadcode einfach in den ursprünglichen Programmcode ein.

Viren mit Tarnfunktion
Die meisten Viren beinhalten zudem einen Teil, der für sie erkennt, ob ein Programm oder eine Datei bereits infiziert ist. Somit wird verhindert, dass diese Viren ein Programm mehrfach befallen. Gerade dieser Teil wird übrigens den meisten Viren zum Verhängnis, da sie sich so gegenüber einer Virenschutzsoftware verraten.
Manche Viren enthalten zudem noch Programmteile, die zusätzliche Schäden verursachen und beispielsweise bestimmte Dateien löschen. Manche moderne Viren können ihren Schadcode außerdem verändern und sich so vor Antivirenprogrammen tarnen.

2. Wie kann man sich vor Viren schützen?
Computerviren stellen heutzutage für die Sicherheit eines Computers keine große Gefahr mehr dar – vorausgesetzt, man hält sich an einige Vorsichtsmaßnahmen. Dazu zählen zunächst einmal eine aktuelle Virenschutzsoftware und eine Firewall. Zusätzlich ist es notwendig, Ihr Betriebssystem stets auf dem neuesten Stand zu halten, damit Sicherheitslücken automatisch wieder geschlossen werden. Außerdem sollten Sie Vorsicht walten lassen, wenn es um E-Mail-Anhänge oder Downloads aus dem Internet geht.

Vorsicht beim E-Mailen
Gerade bei E-Mails gilt: Öffnen Sie nur Anhänge von Absendern, denen Sie vertrauen! Mehr zum Thema E-Mail-Sicherheit erfahren Sie im Workshop: "Wie schütze ich meinen E-Mail-Account?". Bei Downloads aus dem Internet sollten Sie misstrauisch gegenüber Gratis-Software sein. Vertrauen Sie hier am besten auf seriöse Anbieter. Zur Sicherheit können Sie solche Programme auch zunächst in ein Quarantäne-Verzeichnis kopieren und sie dort mit einer Virenschutzsoftware überprüfen, bevor Sie sie ausführen.

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3. Was tun bei Virenbefall?
Wenn Sie das Gefühl haben, ein Virus hätte Ihren PC befallen, dann hilft nur eine Virenschutzsoftware. Führen Sie unbedingt eine vollständige Systemprüfung durch. Dabei wird der Virus höchstwahrscheinlich entdeckt. Folgen Sie dann den Anweisungen der Software. Diese wird infizierte Dateien meist selbstständig reparieren oder in ein Quarantäneverzeichnis kopieren.

Bedrohung von gestern
Insgesamt hat die Bedrohung durch Computerviren in den letzten Jahren abgenommen. Sie wurden größtenteils durch Würmer abgelöst. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Gefahren: Würmer.

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